WIRTSCHAFT:

In der heutigen Gemeinde Santa Eugenia gab es schon zu prähistorischen Zeiten eine produktive Land- und Viehwirtschaft. Unter den Römern wurde die Viehzucht und vor allem der Anbau von Getreide und Wein intensiviert. Zur Zeit der Araber wurde der Gartenbau auf den Gütern und Höfen weiterentwickelt. Nach der katalanischen Eroberung waren Ackerbau und Viehzucht der wichtigste Erwerbszweig der Bevölkerung. Man baute hauptsächlich Getreide, Gerste, Wein, Gemüse und Hanf an.

Daneben waren noch die Schaf-, Rinder- und Schweinezucht von Bedeutung. Gleichzeitig wurden bestimmte Berufe, die an die Bedürfnisse der Bevölkerung angepasst waren, ausgeübt.

1863 umfassten die größten Güter eine Fläche von 720 ha, was 37% der Gemeindefläche entsprach. Diese gehörten drei Besitzern in Palma, drei in Santa Eugènia, einem in Santa Maria del Camí, einem in Alaró, einem in Llucmajor und einem in Algaida. Die Fincas mit den grössten Ländereinen waren: Son Tano (143 ha), Sa Cova de sa Figuera (142 ha), sa Torre (84 ha), Son Matxina (83 ha), Son Mascaró (76 ha), Son Mateu (75 ha), Sa Talaia (65 ha), Son Vidal (21 ha), Son Escaliva (16 ha) und Son Ganxo (15 ha). In diesem Jahrhundert wurde der Weinbau merklich ausgeweitet und die Fläche stieg von 448 ha (1860) auf 538 (1875). 1891 gelangte die Reblaus nach Santa Eugènia und zwang die Menschen zur Vernichtung der Reben, die hauptsächlich durch Mandelbäume ersetzt wurden. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts verschärfte das Bevölkerungswachstum den Druck auf das Land und einige Besitzer fingen an, die Fincas zu parzellieren. Im Oktober 1897 wurde die Bahnstrecke Maria del Camí-Felanitx eingeweiht, die auch Haltestationen in Santa Eugenia, Algaida, Montuiri und Porreres hatte.